Zur Schändung des Mahnmals in Dessau durch Rechtsextreme erklärt der Bundestagsabgeordnete Jan Korte:
Mit Entsetzen und Scham habe ich zur Kenntnis genommen, dass der „Informations- und Mahnpunkt Zyklon B“ in Dessau kurz vor dem Jahrestag der Reichspogromnacht Opfer einer Schändung durch Rechtsextreme geworden ist. Während rechtsextrem motivierte Übergriffe Jahr für Jahr zunehmen, kann man dies vom antifaschistischen Engagement in unserem Land nicht behaupten. Ich appelliere an die Landesregierung Sachsen-Anhalts, aber auch an die künftige Große Koalition in Berlin, der braunen Gefahr mit allen Mitteln des Rechtsstaates entgegenzutreten.
Die Verankerung eines antifaschistischen Staatsziels in der Verfassung wäre ein erster, sinnvoller Schritt. Weiterhin bedarf es lokal angebundener Aktionen verschiedener Akteure von Opferschutzorganisationen und Beratungsstellen bis hin zur Polizei. Ich fordere das Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalts auf, die eigene Lethargie zu überwinden und eine konzertierte Aktion in Angriff zu nehmen.








