Auf dem am Samstag beginnenden Parteitag der LINKEN in Rostock wird Jan Korte nicht noch einmal für den Parteivorstand kandidieren. In seiner Erklärung an die Partei in Sachsen-Anhalt erläutert Jan Korte seine Beweggründe hierzu:
Liebe Genossinnen und Genossen,
viele Mitglieder aus den Basisorganisationen und den Kreisverbänden der LINKEN in Sachsen-Anhalt haben mich angesprochen, ob ich beim kommenden Bundesparteitag in Rostock erneut für den Parteivorstand kandidieren werde. Ich werde in Rostock nicht mehr für den Parteivorstand kandidieren und möchte Euch auch begründen, warum nicht:
Ich bin nun seit 2004 ununterbrochen Mitglied im Parteivorstand, erst der PDS, dann der Linkspartei.PDS und seit 2007 der LINKEN. Das habe ich stets gerne gemacht, hat auch mal Nerven gekostet, aber war auch eine Auszeichnung der Partei. Da ich allerdings erst 33 Jahre alt bin, sind sechs Jahre auch eine lange Zeit und somit kann man ja auch mal aussetzen.
Zum anderen habe ich 2009 mit der Partei das Direktmandat in Anhalt gewonnen, was eine noch größere Präsenz im Wahlkreis erfordert. Und ich wurde in der neuen Fraktion zum Leiter des Arbeitskreises BürgerInnenrechte und Demokratie und damit in den Fraktionsvorstand gewählt. Darauf will ich mich konzentrieren.
Außerdem will ich schon deutlich machen, dass ich es nicht für optimal halte, wenn zu viele Bundestagsabgeordnete gleichzeitig die Parteiführung bilden. Und wenn man dies kritisiert, muss man auch konsequent sein. Verhehlen möchte ich auch nicht, dass mich der Umgang mit Dietmar Bartsch Anfang des Jahres sehr erschreckt hat.
Ich bedanke mich bei allen, die meine Arbeit im PV die letzten 6 Jahre begleitet, unterstützt und kritisiert haben. Besonders bedanken will ich mich bei allen Mitgliedern der Partei in Sachsen-Anhalt, die mich als PV-Mitglied stets unterstützt haben. Natürlich werde ich nun aktiv für die Wahl der KandidatInnen aus unserem Landesverband kämpfen.
Mit besten Grüßen
Jan Korte








