13.12.2011
Auf Spiegel-Online ist heute ein lesenswerter Artikel über den Vorsitzenden des Bundesverbandes Opfer der NS-Militärjustiz, Ludwig Baumann, erschienen. Der Wehrmachtsdeserteur, der heute 90 Jahre alt geworden ist, hatte einen wesentlichen Anteil an der Rehabilitierung der sogenannten Kriegsverräter Ende 2009 durch den Bundestag:
“Ein deutscher Held” Spiegel-Online vom 13.12.2011
13.12.2011
“Heute wird der Wehrmachtsdeserteur und Friedensaktivist, Ludwig Baumann 90 Jahre alt. Ich möchte ihm im Namen der Linksfraktion dazu herzlich gratulieren und ihm unsere besten Wünsche übermitteln”, so Jan Korte, Mitglied des Fraktionsvorstandes. Korte weiter:
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01.12.2011
René Heilig berichtet in “Neues Deutschland” über die Vernichtung von zahlreichen historisch aussagekräftigen Akten des BND im Jahre 2007 (”BND hat Akten über Nazi-Altlasten geschreddert”).
Nach Angaben der unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Dienstes handelt es sich um 250 BND-Personalakten mit Bezug zur Nazizeit. Mittlerweile hat auch das geheim tagende Parlamentarische Kontrollgremium (PKG) im Bundestag Aufklärung über die Aktenvernichtung verlangt. Noch vor Weihnachten sollen BND-Vertreter dazu in das für die Geheimdienste zuständige PKG geladen werden.
Den lesenswerten Artikel, in dem auch Jan Korte zu Wort kommt, finden Sie hier:
“Einfach mal bei der CIA nachlesen” (Neues Deutschland vom 1.12.2011)
30.11.2011
“DIE LINKE verlangt eine schonungslose Aufklärung darüber, wer in wessen Auftrag die Akten vernichtete. Die Zeit des Vertuschens muss endlich ein Ende haben”, erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, zu Meldungen, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) im Jahr 2007 hunderte historisch wertvolle Personalakten von hauptamtlichen Mitarbeitern, die einst SS und Gestapo angehörten, vernichtet hat. Korte weiter:
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30.11.2011
Am Dienstag Abend nahm Jan Korte an einer Diskussion über die Geschichte des Antikommunismus teil. Die Veranstalter, die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und das Inforadio vom RBB, hatten als weitere Gäste Gesine Schwan und Andraes Wirsching, den neuen Direktor des Instituts für Zeitgeschichte eingeladen.
Unter der Moderation des RBB-Journalisten Harald Asel wurde 2 Stunden diskutiert. Die Veranstaltung wurde mitgeschnitten, die Aufzeichnung wird im Inforradio des RBB am Sonntag, 4. Dezember um 11.05 Uhr gesendet (Wiederholungen um 16.05 und 21.05 Uhr).
03.11.2011
Zum Buch “Kriegsverrat - Vergangenheitspolitik in Deutschland” von Dominic Heilig und Jan Korte ist eine Rezension von Stefan Reinecke in der Tageszeitung taz erschienen, die nun auch online abrufbar ist:
“Die deutsche Vergangenheitsbewältigung sieht, wenn man sie mit jener in Japan oder der Sowjetunion vergleicht, imposant aus. Nicht vergessen ist Teil der deutschen Staatsräson geworden. Wenn man die Sache allerdings nicht vom Fesselballon aus, sondern en detail betrachtet, sieht sie anders aus, nicht nur wegen der Elitenkontinuität zwischen NS-Reich und Demokratie. Der Unwille, das Nazi-Unrecht konkret anzuerkennen, war bis in die Gegenwart äußerst hartnäckig. Dies zeigt pars pro toto die langwierige Debatte um die Rehabilitierung der sogenannten Kriegsverräter, die 2009 gegen den zähen Widerstand der Union vom Bundestag beschlossen wurde.”
Weiterlesen auf taz.de: “Die Legende vom Kriegsverräter” die tageszeitung vom 29.10.2011