Alle Artikel aus der Kategorie Kriegsverrat

Kategorie: Publikationen

Braune Wurzeln - faule Früchte

Zum staatsoffiziellen Blick auf den Umgang mit der NS-Vergangenheit
Erschienen auf www.linksfraktion.de

Von Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE im Bundestag:

Ralph Giordano stellte 2007 auf dem Eröffnungskolloquium “Aufbau des BKA - Kalte Amnestie auf demokratischer Grundlage” sehr prägnant fest: “Wir leben in einem Land, wo dem größten geschichtsbekannten Verbrechen mit Millionen und aber Millionen Opfern, die wohl bemerkt hinter den Fronten umgebracht worden sind wie Insekten, das größte Wiedereingliederungswerk für Täter folgte, das es je gegeben hat. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind sie nicht nur straffrei davon gekommen, sondern konnten ihre Karrieren auch unbeschadet fortsetzen.” Giordano hat diesen Geburtsfehler der Bundesrepublik “die zweite Schuld” genannt. Dieser sei viel mehr als nur eine rhetorische oder moralische Kategorie, sondern tief verankert im “Großen Frieden mit den Tätern”.

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Kategorie: Presseecho

“Ein deutscher Held”

Auf Spiegel-Online ist heute ein lesenswerter Artikel über den Vorsitzenden des Bundesverbandes Opfer der NS-Militärjustiz, Ludwig Baumann, erschienen. Der Wehrmachtsdeserteur, der heute 90 Jahre alt geworden ist, hatte einen wesentlichen Anteil an der Rehabilitierung der sogenannten Kriegsverräter Ende 2009 durch den Bundestag:

“Ein deutscher Held” Spiegel-Online vom 13.12.2011

Kategorie: Presseerklärungen

„Wenn mehr den Krieg verraten hätten…” Zum 90. Geburtstag von Ludwig Baumann

“Heute wird der Wehrmachtsdeserteur und Friedensaktivist, Ludwig Baumann 90 Jahre alt. Ich möchte ihm im Namen der Linksfraktion dazu herzlich gratulieren und ihm unsere besten Wünsche übermitteln”, so Jan Korte, Mitglied des Fraktionsvorstandes. Korte weiter:

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Kategorie: Presseecho

“Die Legende vom Kriegsverräter”

Zum Buch “Kriegsverrat - Vergangenheitspolitik in Deutschland” von Dominic Heilig und Jan Korte ist eine Rezension von Stefan Reinecke in der Tageszeitung taz erschienen, die nun auch online abrufbar ist:

“Die deutsche Vergangenheitsbewältigung sieht, wenn man sie mit jener in Japan oder der Sowjetunion vergleicht, imposant aus. Nicht vergessen ist Teil der deutschen Staatsräson geworden. Wenn man die Sache allerdings nicht vom Fesselballon aus, sondern en detail betrachtet, sieht sie anders aus, nicht nur wegen der Elitenkontinuität zwischen NS-Reich und Demokratie. Der Unwille, das Nazi-Unrecht konkret anzuerkennen, war bis in die Gegenwart äußerst hartnäckig. Dies zeigt pars pro toto die langwierige Debatte um die Rehabilitierung der sogenannten Kriegsverräter, die 2009 gegen den zähen Widerstand der Union vom Bundestag beschlossen wurde.”

Weiterlesen auf taz.de: “Die Legende vom Kriegsverräter” die tageszeitung vom 29.10.2011

Kategorie: Publikationen

Jan Korte, Dominic Heilig: Kriegsverrat. Vergangenheitspolitik in Deutschland

Die Buchrezension: Jan Korte, Dominic Heilig: Kriegsverrat. Vergangenheitspolitik in Deutschland
von Torsten Haselbauer

„Kriegsverrat. Vergangenheitspolitik in Deutschland” ist der Titel einer kürzlich im Dietz-Verlag erschienen Dokumentation des Linken-Bundestagsabgeordneten Jan Korte und des Mitarbeiters der Bundestagsfraktion der LINKEN in Brandenburg Dominic Heilig. Sogenannte Kriegsverräter und deren Rehabilitierung waren nämlich das Thema vieler Debatten der letzten Legislaturperiode im Deutschen Bundestag. Dabei verweigerten sich zu Beginn nicht nur klassische Konservative, die deutsche Militärgerichtsbarkeit als das zu benennen was sie war: Nämlich blutiges NS-Unrecht! So führte die schwammige Formulierung des Kriegsverrats-Paragrafen dazu, dass neben dem Desertieren aus der Wehrmacht bereits ein systemkritischer Tagebucheintrag, der Versuch Juden vor der sicheren Ermordung zu retten oder einem sowjetischen Kriegsgefangenen ein Stück Brot zuzustecken zur Todesstrafe führte.

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Kategorie: Kurz notiert

“‘Stahlhelmflügel’ der Union verliert Deutungshoheit”

Am vergangenen Montag fand die Vorstellung von “Kriegsverrat - Vergangenheitspolitik in Deutschland” im Berliner taz-Cafe statt. Florian Weis von der Rosa-Luxemburg-Stiftung begrüßte die rund 50 Gäste und im Anschluss stellten Ludwig Baumann (Vorsitzender der «Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjustiz e. V.»); Jan Korte und Dominic Heilig (Herausgeber) unter der Moderation von Stefan Reinecke (taz) ihr aktuelles Buch vor.

Einen ausführlichen Veranstaltungsbericht von Axel Krumrey auf den Seiten der Rosa-Luxemburg-Stiftung finden Sie hier:

“Kriegsverrat - Vergangenheitspolitik in Deutschland”