Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

70. Jahrestag der Befreiung – Veröffentlichungen von Jan Korte

04.05.2015
Jan Korte

In den letzten Jahren habe ich mich im Bundestag unter anderem viel mit dem Umgang der Politik mit der NS-Vergangenheit beschäftigt. In der letzten Legislaturperiode haben wir es geschafft einen einstimmigen Beschluss des Bundestages zu erreichen, der die sogenannten „Kriegsverräter“ rehabilitiert. Zudem stellte ich zahlreiche Anfrage zu Akten mit NS-Bezug sowie eine Große Anfrage zum Thema Umgang mit der NS-Vergangenheit in Deutschland. Neben diesen parlamentarischen Aktivitäten habe ich auch das ein oder andere Buch veröffentlicht, sowie zahlreiche Texte. Hier habe ich mal einen kleinen Überblick zusammengestellt:

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Jan Korte: Instrument Antikommunismus. Sonderfall Bundesrepublik. Berlin 2009

In diesem Buch habe ich versucht die besonderen Facetten des deutschen Antikommunismus herauszuarbeiten. Dabei versuche ich nachzuzeichnen, dass der Antikommunismus in der Bundesrepublik in besonderer Weise die Funktion hatte, einen Auseinandersetzung mit dem NS-Faschismus zu verhindern. Zudem diente der Antikommunismus als ideologische Begründung und Rechtfertigung der Rückkehr der Täter in Amt und Würden. Zur Buchbesprechung in der taz: "Kampfbegriff gegen die Sozialdemokratie"

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Jan Korte/Gerd Wiegel (Hrsg.): Sichtbare Zeichen. Die neue deutsche Geschichtspolitik – von der Tätergeschichte zur Opfererinnerung. Köln 2009

Dieser Sammelband beleuchtet Entwicklungen in der aktuellen Geschichtspolitik. Unter anderem schildern diverse Autoren Veränderungen in Gedenkstättenkonzeptionen, die Erinnerung innerhalb der Bundeswehr oder Schilderungen über die Zwangsarbeiterentschädigung. Joachim Perels skizziert die skandalöse Umdeutung der NS-Diktatur in einen Rechtsstaat. Kurzbesprechung auf rosalux.de

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Jan Korte/Dominic Heilig: Kriegsverrat. Vergangenheitspolitik in Deutschland. Analysen, Kommentare und Dokumente einer Debatte. Berlin 2011

Zusammen mit Dominic Heilig habe ich in diesem Band die gesamte Debatte um die Rehabilitierung der sogenannten Kriegsverräter in den Jahren 2005 bis 2009 nachgezeichnet. Eröffnet wird das Buch mit einem langen Interview mit dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann, mit dem wir eng zusammen gearbeitet haben. Außerdem zeigen wir die unfassbaren Abwehrkämpfe gegen unser Anliegen. Schließlich dokumentieren wir die Debatten im Plenum und in den Medien. Exemplarisch kann man daran, den Umgang mit der NS-Vergangenheit bis in unsere heutige Zeit ablesen. Zur Rezension/Zusammenfasung auf rosalux.de

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Jan Korte: Wahn und Wirklichkeit. Der Antikommunismus der frühen Bundesrepublik prägt den Umgang mit der NS-Vergangenheit bis heute. RLS Standpunkte 17/2012. Berlin 2012

In diesem Standpunktepapier der Rosa-Luxemburg-Stiftung geht es um den direkten Zusammenhang von Antikommunismus und „restaurativer Epoche“ (Dirks). Zudem gebe ich einen Überblick über die politische Justiz gegen Linke in der Bundesrepublik bis 1968. Ebenfalls dargestellt werden Gegenpositionen, wie sie etwa von Martin Niemöller, Gustav Heinemann oder Eugen Kogon eingenommen wurden. Zum Download als PDF

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Jan Korte: Die vergessenen Opfer: Sowjetische Kriegsgefangene. Höchste Zeit für ihre Anerkennung und Entschädigung. RLS Standpunkte 08/2015. Berlin 2015.

In diesem gerade veröffentlichten Papier geht es um das Bemühen die noch wenigen überlebenden sowjetischen Kriegsgefangenen anzuerkennen und sie zu entschädigen. Gleichzeitig stelle ich dar, warum diese riesige Opfergruppe in den letzten Jahrzehnten in der öffentlichen Wahrnehmung kaum präsent gewesen ist. Schließlich stelle ich die parlamentarischen Initiativen der Linken und der Grünen vor, die sich in der laufenden Wahlperiode für eine Entschädigung einsetzen. Zum Download als PDF

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