Landkreis-Ranking zur Wirtschaftskraft: MdB Jan Korte bekräftigt Notwendigkeit weiterer Förderung Ostdeutschlands und strukturschwacher Regionen

23.01.2018

Der 1. Parlamentarische Geschäftsführer und LINKE-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Anhalt, Jan Korte, sieht sich durch einen bundesweiten Vergleich der Wirtschaftskraft der 381 Landkreise in der Forderung der LINKEN nach einer stärkeren Förderung Ostdeutschlands und strukturschwacher Gebiete bestätigt.

„Die Unterschiede zwischen Ost und West, zwischen strukturschwachen und Wachstumsregionen in Deutschland werden größer statt kleiner. Die Politik der bisherigen Bundesregierungen hat die Ungleichheit zwischen den Regionen noch verstärkt“, stellt Korte auch mit Blick auf die in seinem Wahlkreis liegenden Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Salzlandkreis kritisch fest.

Bei der Wirtschaftskraft liegen der Salzlandkreis auf Platz 334 und der Landkreis Anhalt-Bitterfeld auf Platz 354. Im bundesweiten Vergleich aller 381 bewerteten Landkreise gehören sie damit zu den fünfzig Schlusslichtern, die fast ausnahmslos in Ostdeutschland zu finden sind. Das ergab die nunmehr 15. Auflage des Landkreis-Rankings des Wirtschaftsmagazins „Focus-Money“. Im Vergleich der 14 Landkreise in Sachsen-Anhalt liegen beide Landkreise im Mittelfeld. Spitzenreiter im Bundesland ist auf Rang 264 der Saalekreis, während der Altmarkkreis Salzwedel auf Platz 381 das Schlusslicht bildet.

Der Anhaltische Bundestagsabgeordnete fordert von der nächsten Bundesregierung einen deutlichen Kurswechsel in der Wirtschafts-, Finanz- und Steuerpolitik. „Gegen die niedrigere Wirtschaftskraft im Osten, gegen die höhere Erwerbslosigkeit und die Abwanderung helfen gut bezahlte Arbeit, höhere Renten und ein Solidarpakt III zur gezielten Förderung strukturschwacher Regionen. Kleine und mittlere Unternehmen müssen durch eine neue Investitionszulage wirksamer gefördert und der in den Städten und Gemeinden unübersehbare Investitionsstau bei der kommunalen Infrastruktur abgebaut werden.“

Die Wirtschaftskraft der bundesweit 381 Landkreise wurde laut „Focus-Money“ anhand von sieben Faktoren gemessen: Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP), Arbeitslosenquote, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe, Bruttowertschöpfung und verfügbares Einkommen. Basis waren Daten der Statistischen Landesämter sowie der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016.