Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Zahl armutsgefährdeter Rentner stark gestiegen

13.01.2020

Altersarmut breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Die Zahl der Rentner und Pensionäre, die als armutsgefährdet gelten, sind innerhalb eines Jahres um 215.000 auf insgesamt 3,2 Millionen Personen gestiegen. Als armutsgefährdet gilt, wer als Alleinstehender über ein Einkommen von maximal 13.628 Euro im Jahr verfügt.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer und anhaltische LINKE-Bundestagsabgeordnete Jan Korte sieht sich angesichts dieser Negativentwicklung in seiner Kritik an der Rentenpolitik der bisherigen Bundesregierungen bestätigt.

Korte stellt fest: „Jeder zweite Rentner bekommt eine monatliche Rente von unter 900 Euro. Weniger als 1.000 Euro erhalten fast 60 Prozent der Deutschen. Die Daten beziehen sich auf den Rentenbetrag nach dem Abzug von Sozialbeiträgen, aber vor Steuern. Die steigende Altersarmut ist Ergebnis einer verfehlten Rentenkürzungspolitik und einer Deregulierung auf dem Arbeitsmarkt, die zu millionenfachen Niedriglohnjobs geführt hat.

Vor allem die Menschen in Sachsen-Anhalt und in meinem Wahlkreis, der Anhalt-Bitterfeld und den Salzlandkreis umfasst, sind durch unterbrochene Erwerbsbiografien, langjährige Arbeitslosigkeit, Teilzeit und Niedriglohnjobs von dieser Entwicklung im besonderen Maße betroffen“, kritisiert Korte, der einen grundlegenden Wechsel in der Rentenpolitik, deutlich höhere Mindestlöhne und eine insgesamt höhere Tarifbindung im Kampf gegen Altersarmut fordert.   

„Die gesetzliche Rente muss wieder zur tragenden Säule der Alterssicherung werden und den Lebensstandard im Alter sichern. Dazu muss das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente wieder auf 53 Prozent erhöht und die Ostrenten vollumfänglich dem Westniveau angeglichen werden. Für einen Ruhestand in Würde und für soziale Teilhabe im Alter für jede und jeden brauchen wir einen Mindeststandard in der gesetzlichen Rente. Deshalb will DIE LINKE eine Solidarische Mindestrente von 1.200 Euro einführen“, fordert der anhaltische Bundestagsabgeordnete mit Blick auf das zum Jahresbeginn vom Bundesvorstand der LINKEN veröffentlichten Zukunftskonzept für einen starken Sozialstaat.

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