Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Eine bittere Entscheidung

09.04.2019

Die Entscheidung, den Bitterfelder Kulturpalast im Denkmalpflegeprogramm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ des Bundes nicht zu berücksichtigen, ist bitter. Offenbar wurde politisch nicht begriffen, was für ein Symbol der Kulturpalast für die Region ist. 

Der Kulturpalast Bitterfeld gilt zu Recht „als eine der spektakulärsten Bauleistungen im Denkmalbestand des Bundeslandes Sachsen-Anhalt“. Das Denkmalverzeichnis würdigt auch die große Bedeutung „als Stätte nachstalinistischer Kulturpolitik in der DDR“. Im Ergebnis der hier stattgefundenen ersten kulturpolitischen Konferenz der DDR sollten sich Künstler, Schriftsteller und Arbeiter*innen gemeinsam unter der Losung „Greif zur Feder, Kumpel" auf den „Bitterfelder Weg“ machen.

Das zwischen 1952 und 1954 von 5000 Frauen, Männern und Jugendlichen in freiwilligen Aufbaustunden erbaute Wahrzeichen stand bis vor kurzem vor dem Abriss, bis ein überzeugendes Nutzungskonzept vorgelegt wurde. Ich hoffe, dass die Beteiligten weiter an ihrem Ziel einer neuen Nutzung für den Kulturpalast festhalten und ein erneuter Antrag im nächsten Jahr Erfolg hat.

"Wenn Politik nicht mitnimmt"

Wenn eine Regierung sich nicht traut, den Konzernen auf die Füße zu treten, kommt genau das dabei heraus: Ein Schulterklopfer von der hardcore-neoliberalen Bertelsmann-Stiftung, mehr nicht. Die Große Koalition hat viele kleine Baustellen notdürftig geflickt, sich aber vor der Lösung der großen Probleme gedrückt.
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