Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Marine weiterhin auf Abwegen bei Traditionssuche

19.04.2020

In den letzten Monaten hatte Jan Korte in zwei Kleinen Anfragen an die Bundesregierung nach dem „Umsetzungsstand des neuen Tradionserlasses in der Marine“ gefragt . Dabei ist herausgekommen, dass die Marine als Konsequenz des Traditionserlasses noch in diesem Jahr in ihren Stützpunkten in Kiel und Wilhelmshaven Straßen, Molen oder Häfen mit historisch belasteten Namen umbenennen will.

Anders sieht es jedoch bei Admiral Rolf Johannesson, einer der „Lichtgestalten“ der Marine, aus. Obwohl Johannesson noch kurz vor Kriegsende am 21. April 1945 als Seekommandant Elbe-Weser fünf Todesurteile gegen eine Widerstandsgruppe bestätigte, die die Insel Helgoland vor der drohenden Bombardierung und Zerstörung retten wollte, stellen Bundesverteidigungsministerium und Marine ihn nach wie vor als leuchtendes Vorbild dar, weil er sich angeblich äußerst selbstkritisch mit seiner Rolle und seinen Taten in der Nazizeit auseinandergesetzt hätte. Das Festhalten an einem Todesrichter wie Johannesson, der maßgeblich die Deutsche Marine mit aufgebaut hat, hängt in erster Linie mit seiner Bedeutung für das Selbstbild von Marine und Bundeswehr als saubere Truppe, die nichts mit dem NS und der verbrecherischen Wehrmacht zu tun gehabt habe, zusammen. Die Bundesregierung schafft es seit Jahren nicht tatsächliche Belege für ihre Ehrenrettung von Johannesson, der sich auch niemals selbst öffentlich zu den Todesurteilen geäußert hatte, aufzutreiben.

 

Deshalb ist es gut, dass es nun mit dem Aufruf „75 Jahre nach Kriegsende – Schluss mit der Tradition um Admiral Johannesson!“ eine breite Initiative für ein unabhängiges geschichtswissenschaftliches Gesamtgutachten über Johannesson gibt, zu dessen Erstunterzeichnern auch Jan Korte zählt:

"75 Jahre nach Kriegsende –Schluss mit der Tradition um Admiral Johannesson!"

Die Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen finden sich hier

"Umsetzungsstand des neuen Traditionserlasses in der Marine" 

und hier "Umsetzungsstand des neuen Traditionserlasses in der Marine (Nachfrage zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage auf Bundestagsdrucksache 19/14951)"

FFP2-Masken kostenlos in meinen Bürgerbüros

Der Kauf von FFP2-Masken stellt für viele Menschen in meinem Wahlkreis, die ohnehin schon jeden Euro zweimal umdrehen müssen, eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Um an dieser Stelle ganz konkret zu helfen, habe ich nun 500 FFP2-Masken besorgt, die sich alle Einwohnerinnen und Einwohner in meinem Wahlkreis kostenlos zuschicken lassen oder zu den üblichen Sprechzeiten in meinen Bürgerbüros in Bernburg, Bitterfeld-Wolfen, Staßfurt oder Köthen abholen können...
Lesenswert
  • 18.02.2021, Publikationen

    Handeln statt Reagieren!

    Auch ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie schleppt sich die Bundesregierung Woche für Woche durch und zieht dabei das ganze Land hinter sich her. Dabei brauchen wir jetzt eine positive Perspektive für die Gesellschaft nach Corona.
Presseecho
  • 08.04.2021, Presseecho

    "Kinderreiche Familien sind häufiger arm"

    Es gibt immer mehr kinderreiche Familien in Sachsen-Anhalt, und diese sind besonders häufig von Armut betroffen. 2019 waren 43,2 Prozent der Haushalte mit zwei Elternteilen und drei oder mehr Kindern arm. Nur Alleinerziehende waren mit 49 Prozent noch häufiger betroffen. Das geht aus Daten hervor, die ich ausgewertet habe. Bundes- und Landesregierung gehen das Grundproblem aber seit Jahren nicht an und behalten das ungerechte System der Kinderleistungen bei. Dadurch werden Wohlhabende begünstigt und arme Familien benachteiligt. Um kinderreichen Familien zu helfen brauchen wir endlich eine Kindergrundsicherung!
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.