Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Soziale Härten in der Pandemie vermeiden – Sonderzahlung für die Ärmsten

16.12.2020

Für arme Familien bedeutet der neue Lockdown den Wegfall von Zuverdiensten, des Schulessens, von Tafeln und anderen Unterstützungsangeboten. Aus dem Frühjahr wissen wir, dass Gewalterfahrungen in den Familien zunehmen. Und jetzt kommt zudem die überproportionale gesundheitliche Betroffenheit durch die Corona-Epidemie hinzu.

Die Bundesregierung muss unverzüglich dafür sorgen, dass arme Familien mit Kindern, die im schlimmsten Fall Angehörige verlieren, sich für die Dauer der Pandemie wenigstens keine Sorgen darüber machen müssen, was es morgen zu essen gibt. Arbeitsminister Hubertus Heil und sein SPD-Kollege Scholz müssen jetzt handeln: Sie müssen sofort mit einer deutlichen Sonderzahlung dafür sorgen, dass das Weihnachtsfest und der neue Shutdown nicht zu einer menschlichen Katastrophe werden.

Man kann nur hoffen, dass die zwischen Bund und Ländern vereinbarten Schulschließungen den gewünschten Effekt auf das Infektionsrisiko haben. Sicherheit gibt es leider nur über die negativen Folgen für sozial benachteiligte Familien, die schon aus dem ersten Shutdown bekannt sind. Umso wichtiger ist es, nicht nur die Wirtschaft mit Hilfsmilliarden aufzufangen, sondern auch die Menschen.

Unsere Anträge dazu werden morgen Mittag im Bundestagsplenum diskutiert. https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw51-de-arbeitslosengeld-812908?fbclid=IwAR3yIuieuhXAVj4I4rApmKL4YII3cISpYg7bse6B5qq2rLRIY3RoFJ2Lq2A

"Linke fordert »Weihnachtsgeld« für arme Familien" neues deutschland am 16.12.2020
 

 

Solidarität junger Menschen in der Pandemie anerkennen!

"Viele junge Menschen wären in den letzten zwei Jahren gereist, hätten Freunde besucht, hätten ihren Abschluss gefeiert, wären auf Konzerten und Festivals gewesen. Sie hätten die Zeit ihres Lebens gehabt. Wir könnten dafür sorgen, dass diese Zeit nicht der Pandemie zum Opfer fällt, sondern dass sie jetzt erst kommt", habe ich in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben.
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    Die Union entdeckt ihr Herz für soziale Fragen erst dann, wenn es um Klimaschutz geht – das war eine richtige Feststellung von Ricarda Lang. Als Linker stört mich allerdings, dass die Grünen trotzdem eine Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl in Erwägung ziehen. Darüber muss man streiten, aber man muss es fair tun. Wegen der unterirdischen Angriffe auf meine Kollegin habe ich mich mit ihr solidarisiert.
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