Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Ein Hafen in kommunaler Hand

18.08.2010

Am Montag hat Jan Korte seine Sommertour im Wahlkreis fortgesetzt. Ein Bericht dazu ist in der Reihe »Sommer im Wahlkreis« auf www.linksfraktion.de erschienen.

Ein Hafen in kommunaler Hand von Jan Korte

Am 16. August ging es weiter mit meiner Sommertour. Nachdem ich in den letzten Wochen die Regionen Bitterfeld-Wolfen, Köthen, Bernburg und Staßfurt besucht hatte, steht in dieser Woche die andere Ecke meines Wahlkreises auf dem Programm.

Erste Station am Montag war Aken. Die Stadt an der Elbe hat einen großen Binnenhafen, der wächst. Für mich als Linker besonders interessant: Die Hafenbetreiberin ist die Kommune. Und das ist ja nicht alltäglich in Zeiten des Privatisierungswahns auf allen Ebenen. Zudem zeigt es, dass kommunale Unternehmen eine Zukunft haben und es um die Ausweitung kommunaler Unternehmen gehen muss. Zusammen mit dem Bürgermeister und dem Geschäftsführer des Hafenbetriebs Aken besichtigte ich den beeindruckenden Umschlaghafen, der für Ostdeutschland eine zentrale Rolle bei Schwertransporten auf dem Wasser spielt.

Weiter ging’s in den Jugendclub von Aken. Bei meinem letzten Besuch hatte ich eine Spende zugesagt, die ich nun überreichte. Das klasse Engagement für die Jugendlichen in Aken beeindruckte mich sehr. Aber auch hier wurde ich mit dem einen großen Problem konfrontiert, das nicht nur meinen Wahlkreis, sondern unser schönes Bundesland Sachsen-Anhalt und mehr oder weniger ganz Ostdeutschland umtreibt: Die Abwanderung von immer mehr jungen Menschen macht die Arbeit immer schwieriger. Das, was die mir die Mitarbeiter des Jugendclubs aus ihrem Arbeitsalltag schilderten, bestärkte mich abermals in meinem tiefen Respekt für ihr Engagement.

Nächste Station am Abend war die Kreisstadt Köthen. Dort habe ich die kommunalen Mandatsträger und die aktiven Mitglieder zu einem Dankeschön-Grillabend eingeladen. Ohne eine kommunale Verankerung ohne zwanzig Jahre aktive Parteiarbeit vor Ort hätte ich niemals das Direktmandat gewinnen können. Dafür wollte ich mich bedanken. Am Dienstag werde ich nach Zerbst fahren, eine Bürgersprechstunde in der Innenstadt anbieten und danach ein Projekt zur Wiederansiedlung des Lachses besuchen.

Auf der Sommertour absolvierte ich an 16 Tagen rund 60 Termine bei sozialen Initiativen, Unternehmen, Bürgermeistern und Vereinen. Wir führten unzählige Bürgersprechstunden durch, entwickelten eine Kleine Anfrage zu den Kleingärten und kamen mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen. Das Unterwegssein in meinem Wahlkreis ist interessant und regt zu vielen Initiativen an. Und: So viele unterschiedliche Lebensläufe und Erfahrungen erlebt man nur selten in solch einer komprimierter Form.

Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern in der Corona-Krise

Viele sind hart von Ausgangsbeschränkungen betroffen oder haben von der Corona-Krise ausgelöste wirtschaftliche Probleme. Eine von meinem niedersächsischen Bundestagskollegen Victor Perli erstellte Liste von verschiedenen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen haben wir für Sachsen-Anhalt überarbeitet. Vielleicht findet der eine und die andere hier einen Tipp zum Umgang mit der schwierigen Situation.
Lesenswert
  • 17.04.2020, Themen

    Das Dogma der Privatisierungen ist vorbei

    Diese Krise wird irgendwann vorbeigehen, und man muss jetzt damit beginnen, sich einen Kopf darüber zu machen, wie wir am Beispiel des Gesundheitssystems eine neue Ära der Entprivatisierung einleiten können. Das Dogma der Privatisierung – ich denke, das haben jetzt alle begriffen – dieser Dreck ist vorbei. Wie können wir dann zum Beispiel den gesamten Gesundheitssektor wieder vollständig in staatliche Hand überführen? Ich finde, das ist die große Chance. Mein Interview in der ersten deutschsprachigen Jacobin Magazin-Ausgabe gibt es hier:
Presseecho
  • 23.04.2020, Presseecho

    "Opposition kritisiert Regierung scharf: 'Informationspolitik ist ein Affront'“

    Auch wenn die aktuellen Maßnahmen notwendig, und voraussichtlich auch weiter nötig sind, darf man die Diskussion darüber nicht verbieten, habe ich der Berliner Zeitung gesagt. Gerade die harten aktuellen Kontaktbeschränkungen und Grundrechtseingriffe dürfen niemals Normalität sein, sondern müssen immer wieder diskutiert und begründet werden.
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.