Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

LINKE für Beschäftigtendatenschutzgesetz noch in dieser Wahlperiode

17.01.2013

"CDU/CSU und FDP müssen endlich dafür sorgen, dass der Überwachung am Arbeitsplatz ein Riegel vorgeschoben wird. Mit ihrem Arbeitnehmerüberwachungsgesetz geht das nicht. Mit einem eigenständigen Beschäftigtendatenschutzgesetz, welches den Namen verdient, schon. Dafür würde es sich lohnen, in den Kampf zu ziehen, dafür hätten Union und FDP unsere Unterstützung", erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das angekündigte Gespräch von Volker Kauder und Rainer Brüderle. Korte weiter:

"Seit mehreren Wahlperioden herrscht im Bundestag Einigkeit darüber, dass in Sachen Beschäftigtendatenschutz etwas getan werden muss. Schwarz-Rot konnte sich nicht einigen, Schwarz-Gelb hat die Aufgabe völlig fehlinterpretiert: Ein klassisches 'Thema verfehlt'. Der Regierungsentwurf muss in den Papierkorb, das sollten CDU/CSU und FDP nach der Kritik der letzten Tage verstanden haben. Die Koalition sollte die Größe haben, sich einzugestehen, mit dem Entwurf gescheitert zu sein und auf das Herumfummeln mit Änderungsanträgen verzichten.

Bis zum Sommer bliebe genug Zeit, ein wirksames Gesetz zum Schutz der Arbeitnehmer vor Überwachung und Verletzung ihrer Privatsphäre zu erarbeiten. Die Überwachungsskandale in Unternehmen werden nicht aufhören, wenn es keine klaren Sanktionsregelungen gibt. Vernünftige Vorschläge der Opposition und Stellungnahmen der Gewerkschaften liegen als Grundlage vor. DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, dieses wichtige Thema nicht erneut auf die lange Bank zu schieben, sondern gemeinsam mit der Opposition und den Gewerkschaften ein echtes Beschäftigtendatenschutzgesetz auf den Weg zu bringen."

"Die Verantwortung der Linken"

Seit einigen Jahren gibt es in der Linken – ob es nun Mitglieder der SPD, der Grünen, der Linken oder parteilose Bewegungslinke sind – immer wieder Debatten darum, was der richtige Weg sei. In diesen Konflikt greift Jan Korte ein und stellt harte Forderungen auf.
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