Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Pressefreiheit bleibt weiter akut bedroht

19.12.2017
Jan Korte

Gut, dass die deutsche Journalistin Mesale Tolu endlich nach fast acht Monaten aus der Haft in der Türkei entlassen wurde und zu ihrem Mann und ihrem gemeinsamen kleinen Sohn zurückkehren kann. Bitter ist, dass sie die Türkei nicht verlassen darf und der ungerechtfertigte Strafprozess gegen sie weiter geht. Damit drohen ihr nach wie vor bis zu 20 Jahren Haft. Und Mesale Tolu ist beileibe kein Einzelfall. Nach Angaben der Organisation Reporter ohne Grenzen Deutschland (ROG) befinden sich aktuell mehr als 300 Medienschaffende weltweit in Haft, darunter ebenfalls in der Türkei der Journalist Deniz Yücel.

ROG erinnern in ihrer Jahresbilanz der Pressefreiheit auch daran, dass in diesem Jahr weltweit mindestens 65 Mitarbeiter von Medien bei ihrer Arbeit getötet worden sind. Besonders krass: Fast die Hälfte starb dabei außerhalb von Kriegs- oder Bürgerkriegsregionen wie Syrien oder den Irak. Die Journalisten wurden in Ländern wie Mexiko oder den Philippinen ermordet, weil sie über politische Korruption oder das organisierte Verbrechen berichtet hatten. Die Pressefreiheit bleibt weiter akut bedroht. Es wäre auch Aufgabe der Bundesregierung sich hier endlich viel entschiedener einzusetzen. Doch offensichtlich sind die Zeiten der regierungsamtlichen Rücksichtnahme gegenüber Despoten wie Erdogan eben noch nicht vorbei

"Todesursache Journalist" tagesschau.de vom 19.12.2017

Lesenswert
  • 22.06.2018, Bürgerrechte und Demokratie

    Bundesregierung weitet Werbemaßnahmen im Internet massiv aus

    Im Mai haben Jan Korte und seine Fraktion sich in einer Kleinen Anfrage nach dem Ausmaß der Werbemaßnahmen der Bundesregierung in sozialen Netzwerken erkundigt. Aus der Antwort geht nun hervor, dass die Ausgaben für Werbekampagnen in Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram oder Snapchat in den vergangenen Jahren abrupt anstiegen ...
Presseecho
  • 15.06.2018, Presseecho

    "Parteien bekommen mehr Geld"

    "Ein relevanter Teil der Menschen wendet sich ab von der Politik, von den Abläufen, wie die hier stattfinden. Und dann erleben sie das, was sie hier heute erleben. Und wenn man das nicht mitkriegt da draußen, dann hat man, liebe Große Koalition, wirklich den Schuss nicht gehört nach den letzten Bundeswahlen", zitiert der Deutschlandfunk aus Jan Kortes Rede zur von Union und SPD heute beschlossenen Erhöhung der Parteienfinanzierung.
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.