Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

CDU soll für Reform der Krankenhausfinanzierung sorgen

Brief von Jan Korte an Kees de Vries und Uwe Schulze

17.07.2020

Aufgrund der unklaren Zukunft der Frauenklinik im Gesundheitszentrum Bitterfeld/Wolfen hat Jan Korte Landrat Uwe Schulze und seinen Bundestagskollegen Kees de Vries (beide CDU) in einem Brief aufgefordert, sich in ihrer Partei für eine Reform der Krankenhausfinanzierung stark zu machen. "Die Probleme des Gesundheitszentrums sind systembedingt. Und dieses Gesundheitssystem kann man in Berlin ändern, wo die CDU die größte Fraktion im Bundestag stellt", erklärt der Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus dem Wahlkreis Anhalt zur Motivation seines Schreibens.

Korte weiter: "Ein CDU-Landrat sollte sich also darum kümmern, in seiner Partei für eine solche Reform zu sorgen. Und ein direkt gewählter CDU-Bundestagsabgeordneter sollte alles daran setzen, seinen Parteifreund darin zu unterstützen, das Gesundheitsangebot in seinem Wahlkreis zu erhalten. DIE LINKE hat Vorschläge im Bundestag eingebracht, wie das profitorientierte Gesundheitssystem wieder zu einem patientenorientierten umgebaut werden kann. Aber wir werden auch jeden Vorschlag der CDU prüfen, der dafür sorgt, dass die Versichertenbeiträge zum Wohle der Patientinnen und Patienten eingesetzt werden, statt als Dividenden auf den Konten der Aktionäre von Krankenhauskonzernen zu landen."

Bereits 2015 hat DIE LINKE im Bundestag den Antrag "Krankenhäuser gemeinwohlorientiert und bedarfsgerecht finanzieren" gestellt, in dem sie feststellt, dass das Fallpauschalensystem als wettbewerbliches Entgeltsystem nicht dazu geeignet ist, für die Patientinnen und Patienten die optimale Therapie bereitzustellen. Sie fordert, die Finanzierung der Krankenhäuser konsequent am medizinischen Bedarf der Patientinnen und Patienten, nicht an ökonomischen Zielen auszurichten.

Schlagwörter

Schöne Ferien!

Die Sommerferien sind - wie das ganze Jahr 2020 - völlig anders als sonst. Ich wünsche allen SchülerInnen und ihren Familien dennoch erholsame Tage, eine gute Zeit und vor allem Gesundheit!
Lesenswert
  • 17.04.2020, Themen

    Das Dogma der Privatisierungen ist vorbei

    Diese Krise wird irgendwann vorbeigehen, und man muss jetzt damit beginnen, sich einen Kopf darüber zu machen, wie wir am Beispiel des Gesundheitssystems eine neue Ära der Entprivatisierung einleiten können. Das Dogma der Privatisierung – ich denke, das haben jetzt alle begriffen – dieser Dreck ist vorbei. Wie können wir dann zum Beispiel den gesamten Gesundheitssektor wieder vollständig in staatliche Hand überführen? Ich finde, das ist die große Chance. Mein Interview in der ersten deutschsprachigen Jacobin Magazin-Ausgabe gibt es hier:
Presseecho
  • 05.08.2020, Bürgerrechte und Demokratie

    "Wie Bereicherung in der Justiz möglich wird"

    Der Sprecher der hessischen Generalstaatsanwaltschaft sitzt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit in U-Haft. Er soll dem Unternehmen eines Freundes in den vergangenen fünf Jahren Aufträge für Gutachten zugeschachert und im Gegenzug 240.000 Euro kassiert haben – mindestens. Mit der Zunahme privater ...
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.