Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Löhne im Jahresvergleich eingebrochen und Arbeitslosigkeit im Wahlkreis gestiegen

Pressemitteilung im Wahlkreis Anhalt

07.10.2020

Die Reallöhne in Deutschland sind im letzten Halbjahr dramatisch eingebrochen, vor allem bei den unteren Einkommensgruppen. Während die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent stiegen, sanken die Löhne durchschnittlich um 4,7 %. Die Verdienste bei un- und angelernten Arbeitnehmern brachen sogar um 7,4 % beziehungsweise 8,9 % ein.

Für den anhaltischen LINKE-Bundestagsabgeordneten Jan Korte ein Alarmsignal, dass die wirtschaftliche Krise noch lange nicht überwunden ist und in den Geldbörsen vieler Familien im Salzlandkreis und in Anhalt-Bitterfeld tiefe Spuren hinterlässt.

„Jeder dritte Sachsen-Anhalter arbeitet im Niedriglohnbereich. Auch im Salzlandkreis und in Anhalt-Bitterfeld trifft der Lohneinbruch also gerade jene, die mit ihren Einkommen ohnehin kaum über die Runden kommen. Während die Bundesregierung großzügig Konzerne mit Milliarden Euro schweren Hilfsprogrammen unterstützt, bangen viele Familien in unserer Region ums finanzielle Überleben.“

Denn auch am Arbeitsmarkt der Region gehen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie nicht spurlos vorbei. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Arbeitsagentur für den Monat September hervor. So stieg die Arbeitslosigkeit im Salzlandkreis um Plus 4,1 Prozent (299 Personen) gegenüber dem Vorjahresmonat (September 2019). Aktuell sind 7.524 Personen offiziell erwerbslos gemeldet, vor einem Jahr waren es 7.225. Die Quote stieg von 7,6 % auf 8,1 %. Die Arbeitslosigkeit in Anhalt-Bitterfeld stieg um 8,8 Prozent (477 Personen) gegenüber dem Vorjahresmonat (September 2019). Aktuell sind 5.913 Personen offiziell erwerbslos gemeldet, vor einem Jahr waren es 5.436. Die Quote stieg von 6,7 % auf 7,5 %.

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in unserer Region ist ein harter Schlag für jede und jeden Betroffenen.“ Korte bekräftigt daher die Forderung seiner Fraktion nach Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ab dem ersten Monat auf 90 Prozent, bei auf Mindestlohnniveau Tätigen auf 100 Prozent.

„Wir müssen jene Menschen in unserer Gesellschaft absichern, die von Verdienstausfällen betroffen sind: Beschäftigte und Erwerbslose, Menschen die von Armutsrenten leben müssen sind oder Solo-Selbstständige und Kleingewerbe. Niemand darf in der Krise zurückgelassen werden“, fordert Korte abschließend.

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