Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Kneippkur im Kindergarten

31.08.2012
Jan Korte

Wie in jedem Jahr sind die Mitglieder der Fraktion DIE LINKE während der so genannten Parlamentarischen Sommerpause viel in ihren Wahlkreisen unterwegs. Vor Ort nehmen sie sich der Sorgen und Nöte der Bürgerinnen und Bürger an, besuchen Betriebe und Vereine, engagieren sich für lokale und regionale Anliegen. Auf linksfraktion.de schreiben die Parlamentarierinnen und Parlamentarier über ihren Sommer im Wahlkreis.


Während meiner diesjährigen Sommertour stand auch ein Besuch in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde auf dem Programm. Die 120 Kilometer Anreise von meiner Bitterfelder Wohnung bis in diesen nördlichsten Teil meines Wahlkreises (im Salzlandkreis nahe Magdeburg gelegen), verdeutlichte mir nochmal die enormen Ausmaße vom Wahlkreis Anhalt.

Der Tag begann mit einer Bürgersprechstunde auf dem Marktplatz in Egeln. Am Infostand durfte ich auch gleich den Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr begrüßen, der über aktuelle kommunale Entwicklungen berichtete. Außerdem gab es wieder interessante Diskussionen mit den zahlreich erschienenen Bürgerinnen und Bürgern.

Weiter ging es bei strahlendem Sonnenschein zum Bau- und Industriedenkmal »Alte Ziegelei» nach Westeregeln. Ein höchst engagierter Förderverein kümmert sich hier seit 1998 um ein riesiges Areal, auf dem die traditionelle Herstellung von Ziegeln - von der Förderung der Rohstoffe aus der Erde bis zum Brennen der Steine im Ofen - nachvollzogen werden kann.

Am Nachmittag ging es zur »Rappelkiste» nach Etgersleben. Hinter dem Namen verbirgt sich eine der beeindrucktesten Kindertagesstätten in meinem Wahlkreis. Wie Kita-Leiterin Frau Vollrath mir berichtete, wird hier nach dem Kneipp-Konzept gearbeitet. Seit 2006 besitzt die Einrichtung ein entsprechendes Zertifikat, dass regelmäßig überprüft wird. Wohlbefinden, Bewegung, Ernährung und Wasser sind dabei die Schwerpunkte der Kita, die von einem eigenen Förderverein getragen wird. Mit allen Sinnen dürfen die zirka 80 Kinder hier lernen. Das schließt neben dem bekannten Wassertreten auch Saunagänge oder die Arbeit im Kita-Kräutergarten mit ein. Kneipp ist also nicht nur etwas für Ältere, durfte ich hier eindrucksvoll lernen.

In Unseburg traf ich anschließend auf einen sehr aktiven Heimatverein, der sich im Ort u.a. um eine Sporthalle und den Fußballplatz kümmert. Außerdem betreibt er das örtliche Heimatmuseum, das in der über 100 Jahre alten ehemaligen Schule untergebracht ist. Dort bekam ich eine Führung von Mitgliedern des Vereins, die mich anschließend auch noch durch den Ort führten. Das Museum beheimatet auf drei Etagen beeindruckende Exponate aus der Geschichte der Region. Von den ersten Tonscherben aus der Steinzeit über landwirtschaftliche Geräte bis hin zu Exponaten aus den Kohlegruben der Gegend gibt es hier einiges zu entdecken.

Der wirklich sehr schöne Tag klang dann beim Grillen vor der alten Unseburger Schule gemütlich aus. Ich hatte Parteimitglieder und Mandatsträger aus der Region als Dankeschön für ihre engagierte Arbeit zum traditionellen Grillabend eingeladen. Zahlreiche Mitstreiter nutzten diese Gelegenheit, um mit mir über aktuelle Entwicklungen vor Ort zu sprechen.



Der Text erschien zuerst auf linksfraktion.de

Schlagwörter

400 Kommunen beantragen Bundeshilfe für Schwimmbäder - nur 67 bekommen sie

Jahr für Jahr werden Schwimmbäder geschlossen – alleine in Sachsen-Anhalt waren es seit 2000 fünf Hallen- und 31 Freibäder, die geschlossen wurden, wie eine Anfrage der LINKEN Sachsen-Anhalt ergeben hat. Bereits vor zwei Jahren hatte die Linksfraktion im Bundestag eine aktuelle Stunde zu Schwimmbadschließungen beantragt um die Lage zu diskutieren, (Video der Rede von Jan Korte) und  im Innenministerium wurde eine dritte Runde des Sportstättenförderprogramms mit 100 Millionen Euro aufgelegt, auch um Schwimmbadsanierungen zu unterstützen. Jan Korte hat nun nach einer Bilanz der Förderrunde 2018 gefragt.
Lesenswert
  • 12.06.2019, Geschichtspolitik

    Vor 90 Jahren wurde Anne Frank geboren

    Am Mittwoch wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Mit ihrem Tagebuch hat sie das Leben unter dem faschistischen Terror nachvollziehbar gemacht. Gerade für viele junge Menschen, die sich mit ihr identifizieren können, wird so das Thema Holocaust vom Abstrakten ins Konkrete geholt und damit verständlich. Das ist angesichts nur noch weniger lebender Zeitzeugen und einer zugleich erstarkenden extremen Rechten wichtiger denn je. 
Presseecho
  • 14.06.2019, Presseecho

    Linksbündnis im Fokus: «Option endlich ernsthaft prüfen»

    Viele in der CDU würden Annegret Kramp-Karrenbauer sicherlich für eine noch schlechtere Parteivorsitzende halten, wenn sie die roten Socken nicht ausgepackt hätte. Aber alle anderen sind davon nur gelangweilt, hat Jan Korte erklärt:
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.