Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Demokratie ist keine Selbstläuferin

16.06.2016
Jan Korte

Am Mittwoch ist die von der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit in Auftrag gegebene Studie "Die enthemmte Mitte" auf einer Pressekonferenz vorgestellt worden. (Download hier: http://www.rosalux.de/…/St…/Mittestudie_Uni_Leipzig_2016.pdf)

Die Untersuchung zeigt zum einen, dass rassistische, chauvinistische oder homophobe Einstellungen kein Randproblem sind, sondern sich in der sogenannten Mitte der Gesellschaft ausbreiten. Wenn das antidemokratische Potential der Mitte zunimmt, das sich in der Zustimmung zu einer autoritären Politik, der Gewaltakzeptanz und der Bereitschaft, die eigenen Interessen mit Gewalt durchzusetzen, zeigt, müssen Demokraten konsequent dagegenhalten. Auch wenn eben diese überzeugten Demokraten – das ist ein positives Ergebnis der Studie – mehr werden, muss uns die Studie ernsthaft zu denken geben; erst recht einigen Verantwortungsträgern, die in den letzten Monaten immer wieder gezündelt haben, um Schlagzeilen zu machen.

Und zweitens zeigen die Daten zur LINKEN, dass unsere Anhängerschaft uns wegen unserer Überzeugungen wählt: weil wir zu unseren demokratischen und sozialen Prinzipien stehen. Und weil wir sie eben nicht zur Disposition stellen, um sie an scheinbare gesellschaftliche Trends anzupassen, die von denjenigen gesetzt werden, die am lautesten schreien.

Wir dürfen uns mit diesem Zustand unserer Gesellschaft nicht abfinden. Die Politik ist gefragt, demokratische Überzeugung vorzuleben, statt sich entweder selbst zu feiern oder in Geheimhaltung zu verstecken. Und wir müssen endlich mehr Mittel in ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen investieren. Demokratie ist keine Selbstläuferin und sie ist auch nicht umsonst zu haben.

Solidarität junger Menschen in der Pandemie anerkennen!

"Viele junge Menschen wären in den letzten zwei Jahren gereist, hätten Freunde besucht, hätten ihren Abschluss gefeiert, wären auf Konzerten und Festivals gewesen. Sie hätten die Zeit ihres Lebens gehabt. Wir könnten dafür sorgen, dass diese Zeit nicht der Pandemie zum Opfer fällt, sondern dass sie jetzt erst kommt", habe ich in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel geschrieben.
Lesenswert
  • 30.04.2021, Presseerklärungen

    "Anwältin der Ostdeutschen"

    Mit einem provokanten Plakat hat DIE LINKE Sachsen-Anhalt eine lange überfällige Debatte angestoßen: 30 Jahre nach der Wende muss die Benachteiligung von Ostdeutschland ein Ende haben! Über die Debatte berichten einige Medien:
Presseecho
  • 10.06.2021, Presseecho

    Streiten, aber fair!

    Die Union entdeckt ihr Herz für soziale Fragen erst dann, wenn es um Klimaschutz geht – das war eine richtige Feststellung von Ricarda Lang. Als Linker stört mich allerdings, dass die Grünen trotzdem eine Koalition mit der Union nach der Bundestagswahl in Erwägung ziehen. Darüber muss man streiten, aber man muss es fair tun. Wegen der unterirdischen Angriffe auf meine Kollegin habe ich mich mit ihr solidarisiert.
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.