Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Soziale Offensive statt Leitkulturgetrommel

02.05.2017

„Die Aufgabe von Bundesinnenminister de Maizière bestünde eigentlich darin, für mehr gesellschaftliche Integration zu sorgen. Wer aber Menschen, die schon seit Jahrzehnten hier leben, beständig durch Leitkulturgeschwätz das Gefühl vermittelt, hier eben nicht dazuzugehören, hat seinen Job verfehlt. Mit Angriffen gegen die pluralistische Gesellschaft soll vom völligen Versagen des Bundesinnenministers abgelenkt werden. Wir brauchen keine Spalter und Brandstifter, sondern eine soziale und demokratische Politik für alle“, erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum jüngsten Vorstoß von Bundesinnenminister de Maizière für eine Leitkulturdebatte. Korte weiter:

„Anstatt ständig das Grundgesetz zu relativieren, ein ‚Wir gegen die‘ zu konstruieren und immer neue nationalistische Keile in die Bevölkerung zu treiben, sind Konzepte für das Überwinden der zunehmenden sozialen und gesellschaftlichen Spaltung und für die Stärkung der Demokratie gefragt. Wir brauchen endlich eine soziale Offensive. Wenn Integration gelingen und die Gesellschaft nicht weiter gespalten werden soll, muss massiv in Bildung, Gesundheit und den Bau von bezahlbarem Wohnraum investiert werden. Daran hat die Union aber offenbar kein Interesse.“

Massiv in Bildung investieren und alle Kinder gemeinsam fördern

„Alle Kinder müssen von Anfang an top gefördert werden. Dafür brauchen wir endlich massive Investitionen in kostenlose Ganztagskitas und Schulen, aber kein rechtes Dummgeschwätz aus einer Partei, die für den elenden Zustand unseres Bildungssystems maßgeblich verantwortlich ist“, erklärt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, zu den Äußerungen des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union, Carsten Linnemann, der vorschlägt, Grundschulkinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erst später einzuschulen. Korte weiter: 
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