Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

"AfD-Politiker äußert sich abfällig über Hitler-Attentäter Stauffenberg"

03.08.2018

Lars Steinke, der niedersächsische Landeschef der AfD-Jugendorganisation „Junge Alternative“, hat in Nazi-Manier den Hitler-Attentäter Graf von Stauffenberg als „Verräter“ und „Feigling“ bezeichnet. Soweit nicht ungewöhnlich für eine Partei, die ideologisch immer weiter nach rechts außen driftet und mit ihrer Politik das gesellschaftliche Klima gezielt vergiftet. In der anschließenden Debatte über eine Beobachtung der AfD durch den Inlandsgeheimdienst, dessen Chef Maaßen sich offenbar regelmäßig als Politikberater für die Rechten betätigt, hat sich Jan Korte gegenüber der Berliner Zeitung folgendermaßen positioniert:

"Die Auseinandersetzung mit rechtsextremen, geschichtsrevisionistischen und rassistischen Parteien und Organisationen muss politisch und durch die demokratische Öffentlichkeit geführt werden. Dazu braucht man zivilgesellschaftliches Engagement, aber keinen Geheimdienst, der dies ganz offensichtlich ohnehin nicht machen will. Der Verfassungsschutz, der auf dem rechten Auge schon immer eine Sehschwäche hatte, ist in dieser Auseinandersetzung eine glatte Fehlbesetzung. Wenn nur ein Bruchteil der Mittel, die in die weitgehend nutzlosen Geheimdienste fließen, für die Stärkung zivilgesellschaftlicher Initiativen, für soziale Arbeit oder für Präventionsprojekte bereitgestellt würde, wären wir bei der Verteidigung unserer Verfassung einen großen Schritt weiter."

"AfD-Politiker äußert sich abfällig über Hitler-Attentäter Stauffenberg" (Berliner Zeitung vom 2.8.2018)

Massiv in Bildung investieren und alle Kinder gemeinsam fördern

„Alle Kinder müssen von Anfang an top gefördert werden. Dafür brauchen wir endlich massive Investitionen in kostenlose Ganztagskitas und Schulen, aber kein rechtes Dummgeschwätz aus einer Partei, die für den elenden Zustand unseres Bildungssystems maßgeblich verantwortlich ist“, erklärt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, zu den Äußerungen des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union, Carsten Linnemann, der vorschlägt, Grundschulkinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erst später einzuschulen. Korte weiter: 
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    "Würdiger Umgang mit Spee-Kapitän Langsdorff gefordert"

    Während Menschen wie Spee-Kapitän Langsdorff, die sich schon früh dem Irrsinn des NS-Vernichtungskrieges verweigerten und durch ihr Handeln viele Menschen retteten, bislang für die Bundeswehr als rotes Tuch gelten, werden andere, die für die mörderische Tradition der Marine stehen, immer noch geehrt. Die Traditionspflege der Bundeswehr muss dringend reformiert und endlich Antimilitaristen, Deserteure und Kriegsverräter, die sich dem NS-Vernichtungskrieg verweigerten, beispielgebend für die Bundeswehr werden.
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