Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Aufklärung der NS-Verbrechen muss weitergehen

30.11.2018

„Die Zentralstelle in Ludwigsburg leistet bis heute eine wichtige Arbeit der Aufklärung und auch der juristischen Verurteilung von NS-Verbrechen. Für die Opfer ein unschätzbares Verdienst. Dafür gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralstelle großer Dank. Wichtig ist, dass die Aufklärung zu den NS-Verbrechen auch nach dem absehbaren Ende der Arbeit der Zentralstelle weitergeht. Bund und Länder müssen dafür sorgen, dass die Akten der Zentralstelle der Wissenschaft zugänglich gemacht werden und eine umfassende Aufarbeitung des juristischen Umgangs mit der NS-Vergangenheit möglich wird", erklärt Jan Korte, Erster parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung der Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg am 1. Dezember. Korte weiter:

 

„Dass die - insbesondere juristische - Aufarbeitung der NS-Vergangenheit kein Ruhmesblatt der frühen Bundesrepublik ist, ist bekannt. Erst mehr als 13 Jahre nach Kriegsende wurde die Zentrale Stelle zur Aufklärung von nationalsozialistischen Verbrechen eingerichtet. Es ist im Rückblick beschämend, dass es nach Gründung der Bundesrepublik fast zehn Jahre gedauert hat, bis die Länder aktiv wurden. Mit der Zentralstelle wurde erstmals eine systematische juristische Verfolgung von NS-Tätern in Deutschland möglich. Aber die wenigen kritischen Juristinnen und Juristen der Zeit hatten gegen massive Widerstände anzukämpfen. Während Ludwigsburg akribisch Anklagen vorbereitete, sorgten Richter für milde Urteile, die Fritz Bauer zu Recht als Verhöhnung der Opfer bezeichnete. Engagierten Antifaschisten wie Bauer und auch der Arbeit der Zentralstelle ist es zu verdanken, dass schließlich doch gegen zahlreiche Täter der NS-Menschheitsverbrechen ermittelt werden konnte. Und das bis heute."

Lesenswert
  • 06.09.2019, Publikationen

    Strategie und Diskussionspapiere zur LINKEN

    Wie soll die Partei DIE LINKE auf den Rechtsruck reagieren, welche Klientel soll sie auf welche Art und Weise ansprechen und um welche Wählerinnen und Wähler soll sie kämpfen? Mit diesen Fragen habe ich mich in verschiedenen Diskussionspapieren auseinandergesetzt - hier eine Zusammenstellung:
Presseecho
  • 12.08.2019, Geschichtspolitik

    "Würdiger Umgang mit Spee-Kapitän Langsdorff gefordert"

    Während Menschen wie Spee-Kapitän Langsdorff, die sich schon früh dem Irrsinn des NS-Vernichtungskrieges verweigerten und durch ihr Handeln viele Menschen retteten, bislang für die Bundeswehr als rotes Tuch gelten, werden andere, die für die mörderische Tradition der Marine stehen, immer noch geehrt. Die Traditionspflege der Bundeswehr muss dringend reformiert und endlich Antimilitaristen, Deserteure und Kriegsverräter, die sich dem NS-Vernichtungskrieg verweigerten, beispielgebend für die Bundeswehr werden.
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.