Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

Zum 100. Jahrestag der Ermordung von Kurt Eisner

21.02.2019
Kurt Eisner, CC BY-NC-SA 2.0

Heute vor 100 Jahren wurde Kurt Eisner in München am Vormittag des 21. Februars 1919 auf dem Weg zum Bayerischen Landtag rücklings erschossen. Sein Mörder, Anton Graf von Arco auf Valley, ein völkisch-nationalistischer Leutnant, der sich bei der antisemitischen Thule-Gesellschaft beliebt machen wollte, hatte erklärt „Eisner ist Bolschewist, er ist Jude, er ist kein Deutscher, er fühlt nicht deutsch, untergräbt jedes vaterländische Denken und Fühlen, ist ein Landesverräter.“

 

Der am 14. Mai 1867 in Berlin zur Welt gekommene Kurt Eisner war der bedeutendste Vertreter der Unabhängigen Sozialdemokratie in Bayern. Nach dem Sturz des letzten bayerischen Königs Ludwig III. am 8. November 1918 rief Eisner die bayerische Republik als „Freistaat“ aus und wurde von der Versammlung der Arbeiter- und Soldatenräte zum ersten Ministerpräsidenten gewählt. In der Folgezeit schaffte er es, als Ministerpräsident drei Monate lang die Situation in Bayern – anders als die Revolutionäre in Berlin - souverän zu beherrschen. Dies gelang ihm laut dem Historiker Sebastian Haffner „dank einer einzigartigen Mischung von Einfallsreichtum und Tatkraft, Idealismus und listenreicher Wendigkeit, witterndem Feingefühl und Härte im Nehmen“.

Außer seinem Wirken als sozialistischer Revolutionär und Politiker war Eisner auch als Journalist und Schriftsteller aktiv. Seine Texte sind bis heute aktuell.

Maut: 39 Millionen nur für Beratungsleistungen

Von den bisher angefallenen 54 Millionen Euro für die Vorbereitungen zur Maut sind allein 39 Millionen Euro für Beratungsleistungen gezahlt worden. Das hat die Bundesregierung Jan Korte in einer Antwort auf seine schriftliche Frage zu den Kosten des gescheiterten CSU-Vorhabens angegeben.
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  • 15.07.2019, Geschichtspolitik

    Aller NS-Opfer gedenken

    Ein aktueller Artikel von Jan Korte und Ulla Jelpke zum Thema "Gedenkort für die Opfer des NS-Vernichtungskrieges in Osteuropa".
Presseecho
  • 16.07.2019, Presseecho

    Bildungsarbeit ohne Sicherheit

    Die Antwort der Bundesregierung auf meine Kleine Anfrage ergibt, dass die Bundesprogramme nur Modellprojekte fördern und keine Strukturförderung vornehmen. Genau da liegt seit vielen Jahren das Problem. Seit fast 20 Jahren wird die Arbeit gegen rechts vom zuständigen Ministerium als modellhaft und nicht als Regelstruktur angesehen. Ganz so, als ob die Gefahr durch die extremen Rechte nur zeitweilig und nicht dauerhaft wäre. Deshalb sind zahlreiche wichtige Projekte immer wieder aufs Neue in ihrem Bestand gefährdet und nie dauerhaft gesichert. Das muss sich endlich ändern.
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