Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

"Orte der Hoffnungslosigkeit"

03.04.2018

„Der Begriff „Anker“-Einrichtung ist ein elender Euphemismus. Tatsächlich geht es um Abschreckungspolitik. Schutzsuchende sollen in großen Lagern ohne Privatsphäre und ohne jede Integrationsmöglichkeit untergebracht werden. Das werden Orte der Hoffnungslosigkeit und Entmündigung sein. Diese praktizierte Inhumanität nach bayerischer Art hätte sich auch die AfD nicht unchristlicher ausdenken können. Ich finde es ungeheuerlich, dass noch nicht einmal klar ist, ob und wie die Kinder geflüchteter Familien in diesen Ankunfts- und Abschiebelagern überhaupt zur Schule gehen dürften. Fast die Hälfte aller Asylsuchenden ist minderjährig, diese Lager sind keine Orte, an denen Kinder leben sollten! Der Schutz der Menschenwürde ist nicht ohne Grund der wichtigste Verfassungsgrundsatz. Das gilt selbstverständlich auch und erst Recht für Schutzsuchende, schlimm, dass man das dem Verfassungsminister erklären muss“, erklärt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE.

Über die Reaktionen auf die Pläne der Bundesregierung, bis zum Herbst ein erstes Rückführungszentrum für Flüchtlinge in Betrieb zu nehmen, berichteten zahlreiche Medien:

"Orte der Hoffnungslosigkeit" (neues deutschland vom 31.3.2018)

"Dobrindt fordert Rückführungskultur für Deutschland" (MDR aktuell vom 30.3.2018)

"Innenstaatssekretär Mayer kündigt erstes Rückführungszentrum bis zum Herbst an" (WELT Online vom 29.3.2018)

 

Massiv in Bildung investieren und alle Kinder gemeinsam fördern

„Alle Kinder müssen von Anfang an top gefördert werden. Dafür brauchen wir endlich massive Investitionen in kostenlose Ganztagskitas und Schulen, aber kein rechtes Dummgeschwätz aus einer Partei, die für den elenden Zustand unseres Bildungssystems maßgeblich verantwortlich ist“, erklärt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, zu den Äußerungen des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union, Carsten Linnemann, der vorschlägt, Grundschulkinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erst später einzuschulen. Korte weiter: 
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