Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

LINKE-Bundestagsabgeordneter Jan Korte fordert Erhalt der Entbindungsstation in Zerbst

19.06.2018
MdB Jan Korte

Zerbst/Berlin. Zu den Plänen des Klinikkonzern HELIOS, die Entbindungsstation am Klinikstandort Zerbst ab dem 1. Juli 2018 zu schließen, erklärt der Erste Parlamentarische Geschäftsführer und anhaltische Bundestagsabgeordnete der LINKEN, Jan Korte:

„Ich bin entsetzt über die Pläne des HELIOS-Konzerns, die Entbindungsstation in Zerbst schließen zu wollen und fordere den dauerhaften Erhalt der Abteilung. Der bundesweite Kliniken-Kahlschlag erreicht nun auch meinen Wahlkreis Anhalt und ist für DIE LINKE nicht hinnehmbar.“

Die Schließung der Abteilung mit Personalmangel zu begründen ist in den Augen Kortes nur ein vorgeschobenes Argument. „Allein zwischen 1996 und 2016 sank die Zahl der Kliniken mit Entbindungsstationen bundesweit von 1114 auf 690, ein Minus von fast 40 Prozent, wie eine Anfrage der LINKEN im Bundestag ergab.“ Korte vermutet daher eher marktwirtschaftliche Überlegungen hinter den Schließungsplänen: „Personal- und kostenintensive Abteilungen wie Kreißsäle werden von privaten Klinikkonzernen immer häufiger zur Disposition gestellt.“ Das geplante Aus der Zerbster Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe sei für den Linkspolitiker dennoch völlig unverständlich, da diese vor nicht einmal zwei Jahren, im August 2016, für 1,7 Millionen Euro als Neubau eröffnet wurde.

Der anhaltische Abgeordnete bekräftigt daher die Forderung der LINKEN nach einem grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik: „DIE LINKE sagt Nein zum Krankenhaus-Sterben, dass wie in der Region Zerbst zu Lasten einer wohnortnahen Versorgung von Patientinnen und Patienten führt und den ländlichen Raum weiter schwächt. Wir setzen uns für eine öffentlich organisierte, angemessen finanzierte und bedarfsgerechte Krankenhausfinanzierung ein“, so MdB Jan Korte abschließend.

Maut: 39 Millionen nur für Beratungsleistungen

Von den bisher angefallenen 54 Millionen Euro für die Vorbereitungen zur Maut sind allein 39 Millionen Euro für Beratungsleistungen gezahlt worden. Das hat die Bundesregierung Jan Korte in einer Antwort auf seine schriftliche Frage zu den Kosten des gescheiterten CSU-Vorhabens angegeben.
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