Jan Korte, MdB (DIE LINKE) (www.jan-korte.de)

MdB Jan Korte kritisiert Schließung der Notaufnahme in Staßfurt

„Klinik-Konzerne streichen wohnortnahe Versorgung zu Lasten der Bevölkerung zusammen“

19.07.2019
AMEOS Klinikum in Staßfurt, Quelle: www.stassfurt.de

Die Schließung der Notaufnahme des AMEOS-Klinikum in Staßfurt trifft auf scharfe Kritik und Ablehnung des LINKE-Bundestagsabgeordneten Jan Korte. „Nach der Schließung der Entbindungsstation am Zerbster HELIOS-Klinikum vor genau einem Jahr, ist die Schließung der Notaufnahme in Staßfurt ein weiterer Schlag gegen die wohnortnahe medizinische Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner in meinem anhaltischen Wahlkreis.“   

„AMEOS erhielt den Kaufzuschlag im Salzlandkreis u.a. auch deshalb, weil eine Krankenhausversorgung in Staßfurt zugesichert wurde. Die jetzt erfolgte Einschränkung der Versorgung verursacht neue Kosten und Folgekosten z.B. im Rettungsdienst und bei der Notarztversorgung, um die gesetzliche Hilfsfristerfüllung zu sichern. Die Notaufnahme in Aschersleben, bei der es schon heute lange Wartezeiten gibt, wird durch die Schließung in Staßfurt zusätzlich belastet.“ so Korte weiter.

Mit Blick auf die Vorschläge der marktradikalen Bertelsmann-Stiftung, die in einer jüngsten Studie für die Schließung von bis zu 800 der aktuell 1400  Krankenhäuser in Deutschland plädiert, ergänzt der Bundestagsabgeordnete: „Den propagierten Kliniken-Kahlschlag lehnt DIE LINKE mit aller Deutlichkeit ab. Sie würde vor allem die bereits seit zwanzig Jahren ausgedünnte Krankenhaus-Versorgung im ländlichen Raum hart treffen, hiervon sind vor allem große Teile Ostdeutschlands betroffen.“

Korte bekräftigt daher die Forderung der LINKEN nach einem grundlegenden Kurswechsel in der Gesundheitspolitik: „DIE LINKE sagt Nein zum Krankenhaus-Sterben. Wir fordern eine wohnortnahe Versorgung von Patientinnen und Patienten. Eine weitere Schwächung der Krankenhaus-Versorgung im ländlichen Raum lehnen wir ab. Die bereits vollzogenen Abteilungenschließungen durch AMEOS und HELIOS in unserer Region und die noch radikaleren Kürzungsvorschläge der Bertelsmann-Stiftung stehen im Widerspruch zum im Grundgesetz verankerten Verfassungsauftrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Deutschland. Wir setzen uns für eine öffentlich organisierte, angemessen finanzierte und bedarfsgerechte Krankenhausfinanzierung ein“, fasst Jan Korte abschließend zusammen.

Hilfsmaßnahmen von Bund und Ländern in der Corona-Krise

Viele sind hart von Ausgangsbeschränkungen betroffen oder haben von der Corona-Krise ausgelöste wirtschaftliche Probleme. Eine von meinem niedersächsischen Bundestagskollegen Victor Perli erstellte Liste von verschiedenen Unterstützungs- und Hilfsmaßnahmen haben wir für Sachsen-Anhalt überarbeitet. Vielleicht findet der eine und die andere hier einen Tipp zum Umgang mit der schwierigen Situation.
Lesenswert
  • 17.04.2020, Themen

    Das Dogma der Privatisierungen ist vorbei

    Diese Krise wird irgendwann vorbeigehen, und man muss jetzt damit beginnen, sich einen Kopf darüber zu machen, wie wir am Beispiel des Gesundheitssystems eine neue Ära der Entprivatisierung einleiten können. Das Dogma der Privatisierung – ich denke, das haben jetzt alle begriffen – dieser Dreck ist vorbei. Wie können wir dann zum Beispiel den gesamten Gesundheitssektor wieder vollständig in staatliche Hand überführen? Ich finde, das ist die große Chance. Mein Interview in der ersten deutschsprachigen Jacobin Magazin-Ausgabe gibt es hier:
Presseecho
  • 21.05.2020, Bürgerrechte und Demokratie

    "Neugierige Abgeordnete, genervte Regierende"

    Mir ist wichtig, dass der Bundestag weiter seiner Arbeit nachkommt, habe ich dem Deutschlandfunk gesagt. Das bedeutet, dass es auch jetzt in der Krise unser Job als Opposition ist, die Regierung zu kontrollieren. 
Vernetzt
Zum Seitenanfang springen, Zur Navigation springen, Zum Inhalt springen, Suche.